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Das Grauen lacht endlich
@ 2009-11-12 – 23:19:47
Müde vom Tag und den alltäglichen Arbeiten lenke ich meine Schritte in den Keller. Er ist nicht groß und umfasst nur drei Räume. Der Heizungskeller geschützt durch eine Metalltüre, der Flurraum und die Waschküche. Es ist gut wenn man nicht zuviel Stauraum hat, da wird es leichter sich von manchen Dingen zu trennen. Eigentlich bin ich nur auf der Suche nach Getränken doch dann führt mich mein Weg in die Folterkammer. Die Folterkammer? Ach ja, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass die Waschküche, die gleichzeitig auch Stauraum und der Ort unseres Gefrierschrankes ist, für mich der Folterraum ist. Also es liegt nicht am Gefrierschrank und auch nicht an den Regalen die neben Marmeladengläsern und nur selten genutzen Küchengeräten auch so manche Erinnerungskiste von unschätzbarem Wert beherbergt, es liegt an ihrer eigentlich Nutzung als Waschküche. Na ja, es ist ehrlich gesagt auch nicht unbedingt die Waschmaschine oder der Trockner der mir in den Wintermonaten unschätzbare Dienste leistet was diesen Namen wirklich sinnvoll macht. Es ist eines dieser Geräte die mir den kalte Schweiß über den Rücken treiben. Ich weiß nicht ob das viele nachvollziehen können aber der Anblick eines Bügeleisens samt Bügelbrett ist eines der schlimmsten die ich mir vorstellen kann. Verbunden mit der Vorstellung von überquellenden Wäschekörben und dem massenhaften Auftreten von weißen Hemden die dringendst benötigt werden.
Einen kleinen Moment halte ich inne als ich mich auf den Weg zu den Getränken mache und ein kleines Lächeln huscht über mein Gesicht. Die Erinnerungen überkommen mich. Wie oft stand ich diesem Monstrum und den Wäschebergen die sich dahinter türmten gegenüber und empfand nur den urmenschlichen Fluchtreflex? Tage, Wochen, Monate, Jahre kommen da zusammen.
Vor zwei Wochen hatte ich es geschafft, das Bügelmonstrum kapitulierte und gab seinen Geist auf. Triumph? Freude? Nein, das kam leider nicht auf. Die Wäscheberge als stummer Diener dieser Foltermaschinen wuchsen und wuchsen und wuchsen mir über den Kopf. Was sollte ich tun?
Jeden Tag flattern diese Prospekte für die gelangweilte Hausfrau ins Haus. Sämtliche Diskounter und sonstigen Händler überfluten einen mit Wünschen die man noch nie hatte. Hin und wieder gönne ich mir in meinem geruhsamen Leben als Hausfrau doch tatsächlich diese Lektüre. Um so größer war mein Erstaunen! Wie konnte es sein? Hatte Herr Albrecht meine Nöte erkannt? Wusste er von meinen Problemen. Kurz und gut, es wurde eine Bügelstation angeboten. Also nicht einfach ein Bügeleisen sondern so ein Teil der Wundertechnik. Beim Durchlesen der Funktionen musste ich unwillkürlich noch einmal auf die erste Seite umschlagen, es war keine Werbung von dem Flensburger Versandhaus, es war wirklich der Diskounter um die Ecke. Absaugfunktion, Blasfunktion und das alles mit optimaler Gleitfähigkeit.
Dem Gatterich habe ich solche Details wohlweislich vorenthalten und einfach ganz unschuldig mitgeteilt, dass ich beabsichtige die Folterkammer neu auszustatten.
Was soll ich sagen... das Teil ist wirklich .... geil. Hätte ich mir in meinem wirklich schon relativ langen Leben jemals träumen lassen, dass sich gerade hier neue Welten eröffnen lassen? Nein, vorallem nicht in diesem Horrorbereich.
Es ist ein ganzheitlich konzipiertes Gerät. Also zum einen werden natürlich die Wäscheberge dezimiert aber zum anderen wird durch den aufsteigenden Dampf in dem man sich permanent befindet nicht nur die Hautporen geöffnet sondern die Atmungsorgane von einer tropenähnlichen Luft durchpustet. In Erkältungsphasen empfiehlt sich sogar ein paar Tropfen Eukalyptusöl in den Tank zu geben um unglaubliche Reinigungsmomente in der Folterkammer zu erleben.
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Wo kommt eigentlich die Martinsgans her?
@ 2009-11-11 – 16:29:59
St. Martin wird Bischof
In jener Zeit (etwa 371/372) berief man Martin auf den Bischofsstuhl von Tours. Martin aber wollte sich seinem Kloster nicht entreißen lassen. Da warf sich ein Bürger mit dem Namen Rusticus Martin zu Füßen und gab vor, seine Frau sei krank und Martin müsse mitkommen, denn nur er könne ihr das Leben erhalten. Damit wollte Rusticus erreichen, daß der Heilige mitkomme.
Die Bürger von Tours hatten sich schon entlang des Weges aufgestellt und wie unter Bewachung geleiteten sie Martin in die Stadt. Wunderbarerweise hatte sich nicht nur eine unglaubliche Menge aus der Stadt, sondern auch aus den Nachbarstädten zur Bischofswahl eingefunden. Alle hatten nur einen Wunsch, eine Stimme und eine Meinung: Martin sei der würdigste für das Bischofsamt, mit einem solchen Bischof sei die Kirche wirklich glücklich zu schätzen. Allerdings widersprachen dem gewissenlos eine kleine Zahl der Leute und etliche unter den Bischöfen, die zur Einsetzung des Bischofs herbeigerufen worden waren. Sie behaupteten, Martin sei ein verachtenswerter Mensch: Einer von so kümmerlichem Aussehen, mit schmutzigem Kleid und ungepflegten Haaren sei unwürdig, Bischof zu werden. Das Volk aber war klügeren Sinnes und hielt diese Meinung für lächerliche Torheit. Jene wollten einen berühmten Mann verachten, verkündeten doch dabei sein Lob. Die Wahlversammlung konnte nichts anderes tun, als was das überwiegende Volk mit Gottes Willen forderte.
Martin - so erzählt eine jüngere Legende - hatte sich während der Diskussionen entfernt und suchte sich vor der Menge zu verbergen, um der Bischofsernennung zu entgehen. Da er keinen geeigneter Ort fand, suchte er schließlich in einem Gänsestall Zuflucht. Als die Menge ihn suchte, fand sie ihn in diesem Gänsestall, weil die Gänse durch lautes Geschrei auf den heiligen Mann aufmerksam machten. So hat also Martin das Bischofsamt übernommen.
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Die Martinsgeschichte
@ 2009-11-11 – 15:55:09
Martin teilt seinen Mantel
Zur Zeit des heiligen Martin galt ein kaiserliches Edikt, wonach die Söhne von Berufssoldaten zum Kriegsdienst gezogen wurden. Dadurch wurde auch Martin, gegen seinen Willen, mit 15 Jahren zum Militärdienst eingezogen. Noch war Martin nicht getauft; aber in allem verhielt er sich nicht, wie sich sonst Soldaten verhielten: Er war gütig zu seinen Kameraden, wunderbar war seine Nächstenliebe. Seine Geduld und Bescheidenheit überstiegen die der anderen bei weitem. Seine Kameraden verehrten ihn und hielten ihn schon damals mehr für einen Mönch als einen Soldaten. Denn, obwohl noch nicht getauft, zeigte er ein Verhalten wie ein Christ: Er stand den Kranken bei, unterstützte die Armen, nährte Hungernde, kleidete Nackte. Von seinem Sold behielt er nur das für sich, was er für das tägliche Leben benötigte.
Eines Tages, als Martin nichts außer Waffen und dem einfachen Soldatenmantel bei sich trug, begegnete er mitten im Winter, der von so außergewöhnlicher Härte war, dass viele erfroren, am Stadttor von Amiens einem nackten Armen. Dieser flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen an. Doch alle liefen an dem Elenden vorüber. Da erkannte Martin, von Gott erfüllt, dass der Arme, dem die anderen keine Barmherzigkeit schenkten, für ihn da sei.
Aber was sollte er tun? Außer seinem Soldatenmantel hatte er ja nichts. Also nahm er sein Schwert und teilte den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Etliche der Umstehenden begannen zu lachen, denn Martin sah mit dem halben Mantel kümmerlich aus. Viele jedoch, die mehr Einsicht hatten, bedauerten sehr, dass sie nicht selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender als Martin waren und den Armen hätten bekleiden können, ohne sich selbst eine Blöße zu geben.
In der folgenden Nacht, als Martin in tiefem Schlafe lag, sah er Christus mit seinem halben Soldatenmantel bekleidet, den er dem Armen gegeben hatte. Ihm wurde befohlen, er solle sehr aufmerksam den Herrn und das Kleidungsstück, das er verschenkt habe, ansehen. Dann hörte Martin Jesus mit lauter Stimme zu der umstehenden Engelschar sprechen: „Martin, der noch Katechumene (= Taufbewerber) ist, hat mich mit diesem Mantel bekleidet". Jesus Christus dachte dabei tatsächlich an seine eigenen Worte, die er einst gesprochen hatte: „Was immer ihr einem Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25, 40). So bekannte Jesus Christus, dass er in dem Armen von Martin bekleidet worden ist. Um den Wert eines so guten Werkes zu bestätigen, zeigte er sich in eben diesem Mantel. Dieses Traumgesicht verführte Martin aber keineswegs zu menschlicher Ruhmsucht. Er erkannte in seiner Tat vielmehr die Güte Gottes. Und als er 18 Jahre alt war, ließ er sich taufen.
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Halloween
@ 2009-10-31 – 10:20:38
Halloween ist nicht, wie immer behauptet wird eine Erfindung der Österreicher sondern hat eine ganz andere Geschichte.
Hört rein in die Geschichte der Halloweenkürbisse:
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Kärwa? Kirchweih? Was ist das denn?
@ 2009-10-12 – 22:27:22
In diesem südlichen Bundesland Bayern gibt es eine alte Tradition. Hier sind die Kirchweihen beheimatet.
Die Kirchen haben diesen Festen ihren Ursprung gegeben denn zum Tag der Kirchenweihen, das war der Namenstag des Kirchenpatrons wurden die Kirchen geweiht und das ganze natürlich entsprechend gefeiert. Im Jahr 601 hat Papst Gregor eine Verfügung erlassen hat, dass eine Kircheneinweihung nicht nur mit einem kirchlichen Akt, sondern auch mit einem weltlichen Festessen begangen werden sollte. Viele Dörfer feiern immer noch ihre Kirchweih obwohl sie schon längst keine Kirche mehr haben oder wie es in vielen Ortsteilen üblich ist, wird die Kirchweih zu Ehren der Kirche gefeiert zu deren Gemeinde man gehört. Die Termine haben sich mancherorts verschoben, weil es einfach besser in den Kalender passte.
Am 29. September hat der Kirchenpatron von St. Michael seinen Namenstag und damit findet wie jedes Jahr an diesem oder dem darauffolgenden Sonntag die Michaelis-Kärwa statt. Bereits seit mehr als 900 Jahren soll es diese Kirchweih nun schon geben. Sie findet auch nicht irgendwo auf einer Wiese statt wie es bei vielen Volksfesten üblich ist sondern sie ist mitten in der Stadt. Für etwas mehr als 1 Woche ist die Innenstadt von Fürth mit Buden, Fahrgeschäften und Essensständen belagert. Die Feuerwehr darf sich bei ihren Einsätzen mitten durch die Budenstadt ihren Weg schlagen und ein benachbartes Gymnsasium darf sich jeden Vormittag über das Gebimmel des Karussels und die verschiedenen Düfte der Bratwurst-, Süssigkeiten- und Langosbuden freuen.
Hier gibt es keine großen Bierzelte, das gibt der Platz in den Straßen einfach nicht her. Auch viele der großen Fahrgeschäfte die es in anderen Städten gibt finden hier keinen Platz. Nur ein paar wenige können sich auf den Plätzen wie auch der Fürther Freiheit Platz schaffen. Was es aber neben all den Wunderreinigungsmitteln, dem berühmten "Billigen Jakob" und all den Pinsel-, Topf- und Bekleidungsständen auch hier zu finden gibt ist eine Ochsenbraterei. Lecker und zu bezahlbaren Preisen gibt es dort das gebratenes Ochsenfleisch.
Lecker war die Semmel mit dem Fleisch und einer feinen Soße. Überhaupt muss man sagen, dass die Preise im Gegensatz zu manch größeren Kirchweihen oder Volksfesten sehr moderat und kundenfreundlich sind.
Deutschlands größte Innenstadtkirchweih ist nicht nur mitten im Geschehen, sie ist tatsächlich absolut kundenfreundlich.










